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Zu wenig Training, zu viel Aluminium: HGHB mD2 scheitert nach Aufholjagd knapp in Wilhelmsburg (12:14)

Erstes Spiel der Rückrunde, direkt beim Tabellenführer: SG Wilhelmsburg. Und bei der HG Hamburg-Barmbek mD2 kam erschwerend dazu, dass die Vorbereitung eher nach Notprogramm aussah: nur zwei Trainingseinheiten, keine Halle, statt zwei Einheiten pro Woche zuletzt nur einmal Training. Genau so fühlte sich der Start dann auch an.

Fehlstart trotz ausgeglichener Anfangsphase

Die Partie begann sehr ausgeglichen, aber bei der HGHB fehlte in den Abläufen die letzte Sicherheit: Abstimmung nicht da, wenig eingespielt, viele Fehler. Vor allem in der Anfangsphase fielen für Barmbek kaum Tore, insgesamt blieb die erste Halbzeit torarm – und Wilhelmsburg nahm das dankbar an.

Niedergeschlagen zur Pause – obwohl alle wussten: Da geht mehr

Zur Halbzeit waren die HGHB-Jungs spürbar niedergeschlagen. Nicht, weil sie nicht wollten – sondern weil man merkte: Unter normalen Voraussetzungen wäre hier deutlich mehr möglich gewesen. Genau an diesem Punkt kam das Trainerteam ins Spiel.

Kabinenansprache sitzt – und plötzlich ist die HGHB wieder da

In der Pause fand das Trainerteam die richtigen Worte – und nach dem Seitenwechsel startete eine echte Aufholjagd. Die Mannschaft zeigte Kampfgeist, die Eltern gingen mit, die Energie war plötzlich auf Barmbeker Seite.

Pfosten, Latte, starker Keeper – und dazu Entscheidungen, die weh taten

Barmbek war dran, kam ran, hatte Chancen – aber der Ausgleich wollte einfach nicht fallen. Pfosten- und Lattentreffer bremsten die HGHB mehrfach aus. Und selbst wenn der Ball gut kam: Wilhelmsburg hatte einen sehr starken Torwart, der in den entscheidenden Momenten den Unterschied machte.

Mit der Aufholjagd wurde das Spiel aggressiver, was auch Zwei-Minuten-Strafen zur Folge hatte. Dazu kamen mehrere umstrittene Schiedsrichterentscheidungen, gegen die die HGHB am Ende keine Antwort hatte.

Fazit: knapp verloren, aber Moral gewonnen

Am Ende steht ein 12:14 – bitter, aber es war ein Spiel, in dem die HGHB sich nach schwierigem Start brutal zurückgekämpft hat und Wilhelmsburg nervös wurde und zum Schluss sogar auf Zeit spielte.

Trainerkommentar (sinngemäß): Ich bin kein Fan davon, den Schiedsrichter verantwortlich zu machen – aber einige Entscheidungen waren überhaupt nicht nachvollziehbar. Dazu ein starker Torwart und das Aluminium. Trotzdem: Die Jungs haben mega Moral bewiesen und sich stark zurückgekämpft.

In der Tabelle bleibt die HG Hamburg-Barmbek mD2 trotz der Niederlage weiter Zweiter (8:2 Punkte) – und die Botschaft nach diesem Rückrundenstart ist klar: Kopf hoch. Wenn Training und Abläufe wieder sitzen, sollen die nächsten Spiele die Antwort liefern – und Punkte mitgenommen werden.