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Steckpässe durchs Nadelöhr – mD2 siegt in Finkenwerder und bleibt oben

Auswärtsspiel in Finkenwerder, der Wind pfeift ums Dorf, drinnen in der Halle pfeift der Schiri – und die mD2 der HG Hamburg-Barmbek macht weiter ernst im Rennen um die Spitze. Mit einem 20:13-Auswärtssieg (9:7 zur Pause) bei TuS Finkenwerder verteidigen die Jungs ihren Platz ganz oben in der Kreisliga-Tabelle.

Von Beginn an war klar: Das wird kein lockerer Nachmittag. Beide Mannschaften standen hinten sehr stabil, schoben sauber und machten die Räume eng. Die mD2 ließ den Ball schnell durch Ihre Reihen laufen, besonders über die starke linke Seite. Immer wieder rutschten kluge Durchsteckpässe durch die Finkenwerder Abwehr an den Kreis, wo die Barmbeker sich sauber Chancen erarbeiteten. Auf dem Feld wurde ständig motiviert, gelobt und angefeuert – man merkte, dass da eine Mannschaft unterwegs ist. Zur Pause stand eine verdiente 9:7 Führung für HGHB auf der Anzeigetafel.

Nach dem Seitenwechsel änderte Finkenwerder den Plan und schob die Abwehr weit raus. Vorne wurde es für Barmbek eng, wuselig, ein bisschen hektisch: wenig Platz, viele Arme, einige Fehlpässe. Aber statt die Nerven zu verlieren, machten die Jungs hinten erstmal das Licht aus: Abwehr kompakt, Lücken zu, Hilfe füreinander – und was trotzdem durchkam, nahm der Torwart mit der gewohnten Ruhe weg.

Und dann kam wieder das, was dieses Team so gefährlich macht: Geduld und der Blick für den Mitspieler. Der Kreisläufer wurde immer besser in Szene gesetzt, die Bälle wurden fein durch die Abwehr gesteckt, plötzlich standen wieder freie Würfe auf dem Zettel. Kristof traf verlässlich, Erik übernahm Verantwortung, Santi und Franz tauchten da auf, wo’s weh tut, Kilian und Tom K. setzten ihre Stiche – und Finkenwerder merkte zunehmend: Heute läuft das hier auf einen Tabellenführer-Auswärtssieg hinaus.

Das Beste daran: Es war kein Nachmittag für Einzel-Helden, sondern ein Nachmittag für die gesamte Mannschaft.

Piet Frederick Schütz, Tom Uwe Karl Hiller, Franz Felix Rauprich, Kilian Otto Thomas Schießl, Noah Andreas Herbst, Erik Michael Arpad Schießl, Neo Kon David Potsch, Santiago Odens Martinez, Niklas Emilijan van de Loo, Moritz Johann von Borstel, Oscar-Casimir Bracht, Tom Kagerbauer, Kristof Lazlo Virag und Ryan Scott Marschall.

Alle haben ihren Teil beigetragen – in Abwehr, Angriff, Laufarbeit und Stimmung. Genau so sieht ein Mannschaftssieg aus.

Am Ende bleibt ein klarer 20:13-Erfolg, zwei sichere Punkte und eine Tabelle, die man sich aus Barmbeker Sicht gerne anschaut: 7 Spiele, 12:2 Punkte, 121:76 Tore – HGHB 2 ganz oben. Und man hat das Gefühl, das ist eher der Anfang einer Geschichte als das Ende.