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Niederlage in Flensburg: Trotz 10:6-Führung geht der Saisonauftakt in Flensburg mit 25:30 in die Hose

Eine gute Viertelstunde ging das taktische Konzept von Trainer Mirco Demel auf. Im Auftaktspiel der 3. Liga Nord-Ost beim DHK Flensborg kontrollierte die HG Hamburg-Barmbek die Partie vor 440 Zuschauern in der Idraetshalle und führte mit 10:6. Die sehr bewegliche 6:0-Abwehr, von Freddy Stüber im Zentrum souverän organisiert, störte das schnelle Aufbauspiel der jungen Flensburger (Durchschnittsalter: 19 Jahre) effektiv und gewann auch die Mehrzahl der Zweikämpfe. „Ich weiß nicht, warum wir nach der ersten gegnerischen Auszeit in der Abwehr individuell nachließen und den Zugriff auf die quirligen Flensburger verloren“, sagte Demel in der kleinen Talkrunde nach dem Spiel. „Wir sind sehr selbstbewusst angereist, weil unser Plan im Training optimal klappte, im Wettkampf haben wir das Konzept leider nicht durchhalten können.“ Die Niederlage von 25:30 (11:13) hatte aber noch andere Gründe.Vorentscheidend waren dabei sicherlich die ersten sieben Minuten nach der Pause. Zwar gelang Tim Geyer sofort der Anschluss zum 12:13. Danach folgte jedoch eine Phase des Grauens mit technischen Fehlern, schlechten Abschlüssen und Ballverlusten, in der die DHK-Crew auf 12:18 davonzog. „Das darf uns nicht passieren“, bilanzierte Demel. In der Folge konnten die Barmbeker den Rückstand noch einmal auf vier Treffer verkürzen. Die Hoffnungen vielleicht noch einen Punkt zu ergattern, vereitelte DHKTorwart Catalin Haidu und im Angriff der durchsetzungsstarke Maurice Niestroj (sieben Tore), gegen dessen Durchbrüche die HGHB-Defensive zu selten Mittel fand. Schuldlos an der Niederlage waren die HG-Torhüter Henry Wommelsdorf und Bendiks Asmuß, Ersterer begann stark und half den Vorsprung herauszuarbeiten. Nach dessen Ausscheiden (Fußverletzung/20.) fehlte Asmuß zu häufig die Unterstützung seiner Deckung, um mehr zu bewirken. Im Barmbeker Angriff überzeugte Linksaußen Leon Bruse mit einer hundertprozentigen Ausbeute. Am Kreis war Freddy Stüber ein ständiger Unruheherd, traf oder konnte nur durch auf Kosten von Strafwürfen gefoult werden. Im Rückraum hatten Tim Geyer, Fabian Neher und Moritz Schäfer gute Szenen, und Ben Behncke kurbelte in der Mitte immer wieder an. Am Ende fehlte es jedoch an der Durchschlagskraft gegen eine engagiert und körperbetont agierende DHK-Abwehr. „30 Tore in Flensburg zu bekommen, ist okay“, analysierte Mirco Demel, der trotz nachlassender Intensität in der Defensive mehr Probleme im Angriff sah: „25 Tore waren deutlich zu wenig.“

Text: Manfred Bode

Bild: speedphotos.de