Nächstes Heimspiel unserer 1. Herren: Braunschweiger Handballmaschine kommt nach Barmbek
Braunschweiger Handballmaschine kommt: Am Sonntag muss sich die HGHB einem Aufstiegskandidaten erwehren
„Wir treten in der 3. Liga an, um Spiele zu gewinnen. Das ist die Vereinbarung mit allen 21 Spielern, die in dieser Saison im Kader stehen.“ Mit diesem Statement macht Trainer Mirco Demel klar, dass sich seine HG Hamburg-Barmbek im zweiten Heimspiel am Sonntag (17 Uhr, Sporthalle Wandsbek) auch gegen den hohen Favoriten MTV Braunschweig nicht von vorn herein geschlagen geben wird. „Die Mannschaft ist auf dem richtigen Weg“, sagte der Coach trotz des ärgerlichen Punktverlusts zuletzt gegen den Aufsteiger NHV Concordia Delitzsch. „Die Jungs werden sich weiter einspielen und sich dann sukzessive steigern“, prophezeite Demel.
Es ist allerdings zweifelhaft, ob die Barmbeker am Sonntag über die Rolle eines Sparringspartners für die Gäste hinauskommen. Die Braunschweiger repräsentieren seit Jahren die Spitze der 3. Liga Nord-Ost, erreichten in den vergangenen vier Jahren jeweils die Aufstiegsrunde zur 2. Bundesliga und starteten in die neue Serie erwartungsgemäß mit zwei Siegen. Dass die mit 33:32 gegen Aufsteiger HC Hamburg II und bei den Reinickendorfer Füchsen II (28:26) knapp ausfielen, deutet zwar darauf hin, dass sich das Team von Trainer Volker Mudrow nach einigen personellen Veränderungen noch finden muss und deshalb noch nicht die Bestform zu Hand hat. Daraus jedoch Chancen für die HGHB-Crew abzuleiten, wäre jedoch überzogen.
Mirco Demel ist begeistert von der Art wie Braunschweig spielt. Da greifen Abwehrarbeit, Balleroberung, Tempo über erste und zweite Welle stufenlos ineinander. Und im Angriff stellen die Braunschweiger mit ihrem ständigen Überzahlspiel (7-6) jeden Gegner vor große Probleme. „Das System hat Volker Mudrow implementiert, und egal in welcher personeller Besetzung die Mannschaft spielt, ist sie erfolgreich – obwohl jeder Gegner weiß, was auf ihn zukommt“, erklärte Demel und nennt den MTV „eine Handballmaschine“. Doch der Coach will Sand ins Getriebe des Braunschweiger Motors streuen. „Wir wollen den Gegner zumindest ärgern, ihn zwingen zu reagieren“, versprach Demel taktische Varianten. Die werden auch im Angriff notwendig sein, denn die körperlich robusten Gäste treten mit einer aggressiven Deckung auf, die das angreifende Team zu Fehlern zwingen soll. Da trifft es sich gut, dass Tim Stapenhorst wieder zum Kader stößt, der in den ersten beiden Spielen verhindert war. Er soll mit seiner Technik und Durchsetzungskraft Löcher ins gegnerische Abwehrbollwerk reißen und Spielmacher Ben Behncke entlasten. Dafür wird Moritz Schaefer seinen Platz im Rückraum räumen. „Wir wollen und können uns mit den hochprofessionellen Braunschweigern nicht vergleichen“, dämpfte Trainer Demel zwar übertriebene Erwartungen. „Ich kann unseren Zuschauern aber auf jeden Fall einen engagierten Auftritt der Jungs versprechen.“

