Mit breiter Bank dem hohen Favoriten trotzen: Beim Spiel in Aue vertraut Trainer Demel auch der „zweiten Garde“
Mit den Trainingsumfängen der ambitionierten Spitzenclubs in der 3. Handball-Liga Nord-Ost können die Männer der HG Hamburg-Barmbek nicht konkurrieren. Während in Braunschweig, Rostock, Magdeburg, Altenholz und auch beim nächsten Punktspielgegner EHV Aue täglich trainiert wird, was einer Nettozeit von etwa zehn Stunden in der Halle entspricht, kommt HG-Coach Mirco Demel mit seinem Team auf im Schnitt vier Stunden. „Diesen Nachteil versuchen wir über unser Handlungsrepertoire zu minimieren“, sagte Demel, dessen Mannschaft sich in der laufenden Saison auch von Spiel zu Spiel steigerte – aber bis dato nur einer Punkt ergatterte. „Diese Bilanz stellt uns natürlich nicht zufrieden, obwohl wir zwei Top-Favoriten ärgern konnten“, sagte Demel.
Zwar spricht vieles dafür, dass das Punktekonto der Barmbeker (1:7) sich weiter verschlechtert, weil man Sonntag (17 Uhr) beim amtierenden Staffelmeister EHV Aue antritt. Mirco Demel setzt jedoch auf das gewachsene Selbstvertrauen in seinem Kader, der sich trotz des Ausfalls wichtiger Spieler auch beim HC Empor Rostock mehr als achtbar aus der Affäre zog. „Ich werde auf jeden Fall mehr wechseln, damit die Mannschaft nicht wie in Rostock am Ende einbricht, weil den erfahrenen Leuten die Kraft fehlte“, erklärte der HGHB-Trainer. Im Hinblick darauf hat sich Demel in der Vorbereitung auf die Partie in Sachsen besonders mit den Jungs beschäftigt, die bis dato nur wenig zum Einsatz gekommen sind. „Ich denke dabei auch schon an den Oktober, wo wir auf Gegner unserer Spielstärke treffen und eine breite Bank brauchen werden“, fügte er hinzu.
Von Aue erwartet Mirco Demel einen starken Auftritt, zumal sich die Mannschaft für den überraschenden Punktverlust bei Aufsteiger HV Grün-Weiß Werder rehabilitieren will. „Bei Aue fehlten einige Leistungsträger“, sagte Demel und lässt sich von dem 33:33 nicht blenden. „Wir werden uns taktisch gut einstellen und dann hoffen, dass uns ähnlich wenig Fehler unterlaufen wie in Rostock“. Unterschätzen wird Aue die HG Hamburg-Barmbek aber nicht. Auch zu den Profis wird durchgedrungen sein, wozu die disziplinierten und abwehrstarken HGHB-Boys fähig sind.

