Kellerduell mit „Havel-Star“ am Einheitstag: HG Hamburg-Barmbek empfängt Aufsteiger HV Grün-Weiß Werder
Der HV Grün-Weiß Werder sorgte kürzlich für eine kleine Sensation, als man dem EHV Aue beim 33:33 einen Punkt abrang. Und auch zuvor hatte sich der Aufsteiger bei der zweiten Mannschaft des SC Magdeburg mit 37:38 mehr als achtbar gehalten. Aber trotz dieser bemerkenswerten Resultate steht „die stärkste Hand im Havelland“, wie sich der Verein selbstbewusst auf der eigenen website verkauft, am Tabellenende der 3. Handball-Liga Nord-Ost – noch einen Platz hinter der punktgleichen HG Hamburg-Barmbek. Mithin kommt es am Sonnabend (19 Uhr, Langenfort) im Margaretha-Rothe-Gymnasium zum Kellerduell HGHB gegen GW Werder.
Beide Teams wollen sich am Tag der Deutschen Einheit nach enttäuschenden Leistungen am vergangenen Wochenende rehabilitieren. GW Werder war beim 28:38 gegen den HC Empor Rostock chancenlos, die Barmbeker kehrten nach einen 30:44 beim EHV Aue „gerupft“ aus Sachsen zurück. HGHB-Trainer Mirco Demel erwartet von seiner Mannschaft den ersten Saisonsieg. „Der Oktober ist für uns ein richtungsweisender Monat“, sagte der Coach, der sich möglichst schnell aus der Abstiegszone entfernen will. „Da gehören wir nicht hin. Aber das müssen wir jetzt beweisen“, fordert er eine Reaktion seiner Jungs.
Quervergleiche, nach denen Werder angesichts des Remis gegen Aue als Favorit in die Partie gehen würde, sein Team aber aufgrund der unglücklichen Niederlage in Rostock die Nase vorn haben müsste, zählen für ihn nicht. „Werder hat gute Schützen aus dem Rückraum und dazu kräftige Kreisläufer“, sagte Demel, „aber wir verfügen über ein größeres Repertoire“. Um diesen vermeintlichen Vorteil nutzen zu können, müssen die Barmbeker aber ihre zuletzt zu hohe Quote technischer Fehler minimieren und disziplinierter ihre Chancen ausspielen. Sorgen machen dem Trainer einige Verletzungen, die es erneut fraglich erscheinen lassen, dass er in Bestbesetzung antreten kann. Sicher ist allerdings, dass Abwehrstratege Frederic Stüber in den Kader zurückkehrt, so dass auch das Angriffsspiel über den Kreis eine Belebung erfahren wird. Acht Punkte im Oktober: Das hat sich Mirco Demel vorgenommen – um danach mit 9:9 Punkten durchzustarten.
