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Als die Kraft nachließ, schwand auch die Konzentration: In Rostock dominierte Barmbek lange, verlor am Ende aber noch mit 33:34

Wie schon nach der knappen Heimniederlage gegen den hohen Favoriten MTV Braunschweig bekamen die Männer der HG Hamburg-Barmbek auch in Rostock viel Lob vom Gegner und zudem Applaus von den 750 Zuschauern. „Dafür konnten wir uns aber nichts kaufen“, sagte HGHB-Trainer Mirco Demel nach dem 33:34 (15:15) beim ambitionierten HC Empor Rostock. Trotz eines vier Minuten vor Schluss greifbaren Sieges angesichts einer 30:26-Führung und der Hoffnung, dass Tim Geyers Treffer zum 32:29 (56. Minute) reichen würde, hatte seine Mannschaft dem Gegner in der Schlussphase nichts mehr entgegenzusetzen und kassierte fünf Sekunden vor dem Abpfiff noch den Ko. „Uns fehlten die Körner, um im Angriff die Konzentration hoch und um in der Deckung dem Druck der Rostocker weiter Stand zu halten“, erklärte Mirco Demel.

Dass es zu diesem Einbruch kam, nahm der Coach auf seine Kappe. „Ich habe die erfahrenen Leute auch in der Crunchtime auf dem Feld und die jungen draußen gelassen“, sagte Demel, der die 60 Minuten mit acht Feldspielern auskam, wobei Arne Eschweiler und Bo Matussek im Abwehrmittelblock gar keine Pausen bekamen. „Die Jungs haben das Pensum über 45 Minuten hervorragend durchgehalten. Aber uns fehlt noch die Breite, um uns gegen einen physisch überlegenen Gegner wie Rostock behaupten zu können“, erklärte Demel. Für „mehr Breite“ hätten sicher Abwehrchef Frederic Stüber und im Rückraum Tim Stapenhorst sorgen können, beide standen aber aus persönlichen Gründen nicht zur Verfügung.

Um so mehr erfüllte es den Trainer mit Stolz, wie sich seine Jungs bei den Empor-Halbprofis präsentierten. Sein Team überzeugte durch eine bewegliche und zupackende 6:0-Abwehr, hinter der Torwart Kay Siemer ein sicherer Rückhalt war, und mit einem geduldigen Angriffsspiel, das Rune Behncke aus der Rückraummitte gestaltete. Als probates Mittel gegen die robuste Rostocker Deckung erwies sich dabei das Spiel mit dem siebten Feldspieler, bei dem vor allem die Außen Justin Kaminski und Leon Bruse sowie Arne Eschweiler am Kreis immer wieder zu erfolgreichen Abschlüssen kamen. Dagegen hatte es der Rückraum schwer, Akzente zu setzen. Bei Fabian Neher hielten sich Fehlwürfe und Treffer die Waage, ehe er nach der Pause durch Einzelaktionen glänzte. Tim Geyer zeigte mit seinen Toren nach kurzen, schnellen Kreuzungen und Durchbrüchen zum Kreis sein Potential, leistete sich aber auch einige technische Fehler und schwache Abschlüsse.

„Wenn wir weiter so auftreten, werden wir im Oktober beginnen, weitere Punkte zu sammeln. Da bin ich mir sicher“, prophezeite Mirco Demel, der aber auch zum nächsten schweren Auswärtsspiel nach Aue guten Mutes fährt. „Wir werden dort selbstbewusst auftreten“, versprach der HGHBCoach, sich auch für den nächsten Sonntag etwas einfallen zu lassen.

Spielfilm: 3:0 (5. Minute), 3:2, 6:3 (12.), 6:5, 13:12 (25.), 13:14, 15:15 – 16:15, 16:18 (35.), 19:21, 21:22 (41.), 21:25 (44.), 23:25, 24:28 (49.), 26:30, 29:32 (56.), 33:32 (59.), 33:33, 34:33.

HGHB, Aufstellung (Tore/7m): Siemer, Asmuß (zu einem 7-Meter); Neher (7/3), Eschweiler, Kaminski (je 6), Bruse (5), Behncke (3), , Kaminski (je 4), Geyer (4), Bruse (3), Schaefer, Matussek (je 1); nicht eingesetzt: Scharnweber, Eg, Riechert, Kühn, Zarnadze.