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SG Flensburg-Handewitt 2 vs. HG Hamburg-Barmbek 25:27 (11:12)

Barmbek unterliegt in Flensburg

Die HG Hamburg-Barmbek musste sich bei der SG Flensburg-Handewitt 2 einmal mehr äußerst knapp und unglücklich mit 25:27 (11:12) geschlagen geben. Dabei hatte der Aufsteiger zwar selbst alle Möglichkeiten auf zwei Punkte, wurde in vielen Situationen aber sicher nicht bevorteilt. Während die Abwehr von Beginn an und über die gesamte Partie relativ solide stand, tat sich die HGHB im Angriff teilweise schwer und produzierte ein paar Fehler zu viel. So entwickelte sich eine ausgeglichene Partie, in der sich zunächst kein Team einen entscheidenden Vorteil verschaffen und mit mehr als einem Tor in Führung gehen konnte. Folgerichtig stand es nach 4:4 (10. Minute) und 9:9 (20.) zur Pause 12:11 für die Gastgeber. In der zweiten Hälfte brachte Barmbek sich dann mit 17:15 (39.) in Front, verpasste es aber, weiter zu erhöhen und die SG drehte die Partie wieder auf 18:17 (43.). Auch die letzte Viertelstunde blieb knapp und spannend und die Entscheidung fiel erst 30 Sekunden vor Schluss durch einen fragwürdigen Siebenmeter für die Hausherren.

Bei der SG Flensburg-Handewitt 2 kam die HGHB in der Offensive nicht gut ins Spiel und verlor einige Bälle, stand in der Abwehr aber sicher und so begann das Spiel ausgeglichen. Die SG legte zunächst stets ein Tor vor und Barmbek zog nach, allerdings ließ der Aufsteiger viele Möglichkeiten aus, um selbst die Führung zu übernehmen. Die Defensive sorgte aber dafür, dass der Rückstand nie größer wurde und nach 16 Minuten gelang den Barmbekern beim 8:7 die erste Führung. Doch auch Flensburg hatte die richtige Antwort parat und brachte sich mit zwei Toren in Folge wieder mit 9:8 in Front. Dem 12:10 nach 26 Minuten ließ Robin Morgner dann postwendend den Anschluss zum 11:12 folgen, bevor in den letzten Minuten vor der Pause kein Tor mehr fiel.

In der zweiten Hälfte glich die HGHB erneut aus und bis zum 14:13 für die SG ging es zunächst so weiter, bevor Barmbek durch Tore von Timon Kaminski und Hennig Mauer nach 36 Minuten wieder die Führung übernahm und drei Minuten später auf 17:15 erhöhte. Doch die Gäste konnten den Vorsprung durch eigene Fehler nicht halten oder gar ausbauen, sodass Flensburg fünf torlose Minuten nutze, um beim 18:17 wieder vorzulegen (43.). Erst jetzt war Barmbek wieder erfolgreich und drehte die Partie wieder auf 20:19, allerdings gelang es der SG oft schnell zu kontern, wobei zum Teil wenig Wert auf eine korrekte Ausführung der schnellen Mitte gelegt wurde. Nach dem 21:21 sollten auch die letzten zehn Minuten spannend bleiben, sodass es gut drei Minuten vor dem Ende immer noch 24:24 stand. Nun gelangen den Hausherren allerdings zwei Tore in Folge, doch 70 Sekunden vor dem Schlusspfiff verkürzte Barmbek wieder auf 25:26. Die letzte Szene war dann bezeichnend für die gesamte Partie und statt eines Stürmerfouls entschieden die Unparteiischen auf Siebenmeter, der die Entscheidung zu Gunsten der Hausherren brachte. Am Ende hatte die HGHB sicher alle Möglichkeiten selbst in Hand, diese Partie für sich zu entscheiden, allerdings kann die teilweise unterschiedliche Regelauslegung an dieser Stelle nicht verschwiegen werden und das Verhältnis von sieben zu zwei Siebenmetern spiegelt sicher nicht die trotzdem faire Gangart beider Abwehrreihen wieder.

„Glückwunsch an meinen  Kollegen Sascha Zollinger und seine Flensburger. Heute haben wir zwei starke Deckungsreihen gesehen. Unsere Defensive ist absolut drittligatauglich, aber wir bekommen die gewonnenen Bälle nicht  druckvoll in das Umkehrspiel und somit müssen wir ständig ins intensive und kraftraubende gebundene Spiel. Uns fehlen die einfachen Tore.  Sicher sehen wir in dieser Liga ein wesentlich effektiveres Rückzugsverhalten als noch in der Oberliga, aber unsere Quote muss einfach besser werden. Wir arbeiten in jedem Training daran, aber Angst vor Fehlern zu haben und Sicherheitsdenken heißt im Umkehrschluss auch auf Chancen zu verzichten. Wir werden in den letzten acht Spielen mehr Risiko gehen müssen. Schiedsrichterschelte ist eigentlich nicht mein Ding, aber was das Gespann in Sachen regelgerechtes Ausführen von schnellen Mitten, Stürmerfoul und Zeitspielregelung  gestern gegen uns ausgelegt hat, kann und will ich auch einen Tag nach dem Spiel nicht unkommentiert hinnehmen. Aber wir sind selber für unser Tun verantwortlich und werden weiter um jeden Punkt kämpfen“, so HGHB-Coach Holger Bockelmann nach der Partie.

Tor: Florian Knust, Gerald Dobratz (ein gehaltener Siebenmeter)

Feld: Timon Kaminski (7), Dennis Tretow (5), Christoph Wischniewski (4/2), Arne Schneider (3), Robin Morgner (2), Henning Mauer (1), Per-Jonas Becker (1), Timo Kretzschmar (1), Finn Maciejewski (1), Rune Hanisch, Martin Laursen, Moritz Hesse (n.e.)