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HSG Weddingstedt/Hennstedt/Delve vs. 1. Herren 26:25 (13:9)

Barmbek muss sich nach 925 Tagen wieder in der Oberliga geschlagen geben

Bei der HSG Weddingstedt/Hennstedt/Delve erwischte die HG Hamburg einen rabenschwarzen Tag und verlor ihr Auswärtsspiel nach einer schwachen Leistung mit 25:26 (9:13). Von Beginn an fand die Barmbeker Defensive keinen Zugriff auf ihre Gegenspieler, sodass in der ersten Viertelstunde kaum ein Angriff der Hausherren ohne Torerfolg blieb und selbst wenn Gerald Dobratz einen Wurf entschärfen konnte, landete der Abpraller bei der HSG, die im zweiten Versuch erfolgreich war. So fehlten einfache Tore über Gegenstöße und da sich die Hamburger auch im Positionsangriff schwertaten, lagen sie nach 15 Minuten bereits mit 5:9 zurück. Ab diesem Zeitpunkt konnte auch Jannes Timm, der von einer Zerrung in der Schulter angeschlagen in die Partie ging und versuchte auf die Zähne zu beißen, nicht mehr eingesetzt werden. In der Folge steigerte sich die Abwehr zwar ein wenig, doch im Angriff lief es weiterhin nicht rund und über 12:8 (22.) stand es zur Pause 13:9 für die Gastgeber.

Nach einer deutlichen Kabinen-Ansprache konnte sich die HGHB zu Beginn der zweiten Hälfte leicht steigern und mit drei Toren in Folge auf 12:13 verkürzen (36.). Doch die stark kämpfenden Hausherren steckten nicht auf und nutzten die weiterhin zahlreichen Fehler der Gäste in Angriff und Abwehr, um ihre Führung zu behaupten (18:15, 40.). Trotzdem gelang der HGHB nach einem Treffer durch Lasse Kohnagel in doppelter Unterzahl der Ausgleich zum 18:18 und nach einem erneuten Rückstand beim 21:20 nach 48 Minuten die erste Führung der Partie. Es sollte allerdings auch die einzige des Spiels bleiben, denn in den nächsten Minuten liefen die Barmbeker erneut einem kleinen Rückstand hinterher. Nach einer längeren Verletzungsunterbrechung erhöhte die HSG vier Minuten vor dem Ende auf 25:23, doch Barmbek gab sich noch nicht geschlagen und kam 60 Sekunden vor dem Ende einmal mehr zum Ausgleich. Der letzte Treffer der Hausherren konnte dann in den letzten Sekunden aber nicht mehr egalisiert werden, sodass die HGHB nach genau 925 Tagen wieder eine Niederlage in der Oberliga Hamburg/Schleswig-Holstein einstecken musste. Zuletzt gelang es dem damaligen HSV Hamburg 2 am 10. April 2016 sein Heimspiel gegen die HGHB mit 34:32 zu gewinnen, bevor nach zwei abschließenden Siegen in der Spielzeit 2015/16 die ungeschlagene Meister-Saison sowie ein Jahr in der 3. Liga folgte.

„Glückwunsch an die HSG. Das war absolut verdient. Wir wussten, dass die HSG uns mit viel Kampf begegnen wird. Leider haben wir dieses Kampfspiel nicht angenommen. Unser Deckungsverhalten gegen den starken Rückraum, insbesondere gegen Luka Schmidtke, war naiv und einfach schlecht. Jedem sollte spätestens jetzt klar sein, dass wir uns so nicht mehr präsentieren dürfen. Das war ein Schuss vor den Bug, hoffentlich zur rechten Zeit. Ich erwarte jetzt eine Reaktion von meiner Mannschaft“, so HGHB-Coach Holger Bockelmann nach der Partie.

Tor: Gerald Dobratz, Florian Knust

Feld: Lasse Kohnagel (7), Michael Kintrup (6), Finn Maciejewski (4), Christoph Wischniewski (4/2), Martin Laursen (2), Henning Mauer (1), Jannes Timm (1), Timo Tennenbaum, Felix Charbatzadeh, Nico Hecht, Moritz Hesse, Jacek Tomala