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HG Hamburg-Barmbek vs. VfL Fredenbeck 24:24 (13:7)

Barmbek gibt Sieg gegen Fredenbeck aus der Hand

Trotz einer 13:7-Halbzeit-Führung kam die HG Hamburg-Barmbek gegen den VfL Fredenbeck am Ende nicht über ein 24:24-Unentschieden hinaus. In einer starken ersten Hälfte kassierten die Barmbeker erst nach zwölf Minuten den ersten Gegentreffer und lagen trotz zwei vergebener Siebenmeter mit 4:0 in Front. Auch im weiteren Verlauf bestimmten die Hausherren das Geschehen mit einer sicheren Defensive, einem gut aufgelegten Florian Knust im Tor sowie gut herausgespielten Toren, sodass es über 9:4 (20. Minute) zur Pause 13:7 stand. Im zweiten Durchgang konnte die HGHB ihren Vorsprung bis zum 15:7 zunächst leicht ausbauen, bevor der Aufsteiger vorne und hinten etwas nachließ und die Gäste zurück in die Partie holte. So verkürzte der VfL auf 15:17 (43.) und übernahm nach dem 21:18 der Barmbeker (50.) mit 23:22 erstmals die Führung. Die HGHB konnte diesen Rückstand sowie das 23:24 zwar wieder egalisieren, verpasste im letzten Angriff allerdings den verdienten Siegtreffer.

Gegen den VfL Fredenbeck hatte die HGHB in Hamburgs zweiter Bürgermeisterin Katharina Fegebank hohen Besuch und weitere 850 Zuschauer wollten sich diese Partie nicht entgehen lassen, sodass beim letzten Spiel in der Sporthalle Wandsbek dank beider Fan-Lager eine super Stimmung herrschte. Davon beflügelt erwischten die Hausherren einen guten Start und vor allem die Abwehr mit Torhüter Florian Knust dahinter ließ kaum etwas zu. Obwohl es nach fünf Minuten erst 1:0 stand, setzte Barmbek sich bis zur zwölften Minute auf 4:0 ab und hätte aufgrund von gleich zwei vergebenen Siebenmetern sogar noch höher führen können, bevor die Gäste das erste Mal erfolgreich waren. In der Folge ging es zunächst so weiter und nach 15 Minuten lag die HGHB mit 6:1 in Front. Nun fanden aber auch die Gäste besser ins Spiel und bis zum 9:4 nach 20 Minuten blieb es bei fünf Toren Vorsprung. In der Folge konnte der VfL leicht auf 6:9 verkürzen (24.), doch Barmbek legte wieder nach und erhöhte mit einem 4:1-Lauf bis zur Pause auf 13:7.

Auch der Start in die zweite Hälfte glückte den Hausherren und so führten sie bereits mit 15:7 (34.), bevor die Souveränität mehr und mehr nachließ: Die Defensive agierte nicht mehr aggressiv genug und ließ zu einfache Würfe zu, gegen die auch Florian Knust machtlos war und im Angriff wurde zunehmend falsche Entscheidungen getroffen. So tat Barmbek sich im Angriff schwerer und verlor einige Bälle, die vor allem nach zu frühen Abschlüssen per Gegenstoß im eigenen Gehäuse landeten. Dies hatten einen 2:8-Lauf zur Folge, sodass die Gäste fast aus dem Nichts wieder bis auf 15:17 verkürzten (43.). In der folgenden Auszeit stellte Holger Bockelmann sein Team nochmal neu ein und bis zur 50. Minute und dem Stand von 21:18 konnte die HGHB ihren Vorsprung bei drei Treffern halten. So richtig rund wollte es aber nicht mehr laufen und so führte ein weiterer 1:5-Lauf beim 22:23 in der 56. Minute zur ersten Gäste-Führung. Von ihren Fans unterstützt stemmte sich Barmbek aber gegen die drohende Wende und konnten diesen Rückstand ebenso wie das 23:24 wieder egalisieren und es folgte ein Herzschlagfinale in den letzten 60 Sekunden. Die Hausherren erkämpften sich in der Abwehr noch einmal den Ball und hatten 20 Sekunden, um diese Partie doch noch für sich zu entscheiden. Allerdings war der letzte Angriff nicht mehr von Erfolg gekrönt und so stand am Ende ein 24:24 an der Anzeigetafel, bei dem auf Seiten der Barmbeker niemand so richtig wusste, wie man dieses über weite Strecken überlegene Spiel nicht gewinnen konnte.

„Es ist wie eine selbsterfüllende Prophezeiung. Mit dem gestrigen Spiel sind es jetzt mindestens vier Punkte, die wir unnötig haben liegenlassen. Da hat sich etwas in den Köpfen festgesetzt, das uns noch mehr Druck spüren lässt. Man wartet irgendwie auf den Einbruch, auch bei klaren Führungen. Natürlich sind unsere Trainingsumfänge aufgrund der nicht veränderbaren Gegebenheiten in Barmbek geringer als bei vielen anderen Mannschaften in der Liga. Trotzdem  arbeiten wir konzentriert, aber das letzte Korn scheint in solchen Spielen zu fehlen und dann steigt die individuelle Fehlerquote. Die Rahmenbedingungen kann ich als Trainer leider nicht beeinflussen, aber trotzdem bin ich für den Auftritt meiner Mannschaft verantwortlich und muss schnell einen Weg finden, das Kopfkino auszuschalten“, so HGHB-Coach Holger Bockelmann nach der Partie.

Tor: Florian Knust (zwei gehaltene Siebenmeter), Gerald Dobratz (n.e.)

Feld: Christoph Wischniewski (9/5), Timon Kaminski (5), Robin Morgner (3), Finn Maciejewski (2), Arne Schneider (1), Henning Mauer (1), Per-Jonas Becker (1), Timo Kretzschmar (1), Martin Laursen (1), Dennis Tretow, Moritz Hesse (n.e.)