Aktuell

HG Hamburg-Barmbek vs. Mecklenburger Stiere Schwerin 33:35 (14:16)

Doppelt bittere Niederlage gegen Schwerin

Die HG Hamburg-Barmbek musste sich den Mecklenburger Stieren Schwerin nach einer guten Leistung mit 33:35 (14:16) geschlagen geben. Dabei waren es neben eigenen Fehlern und guten Gästen vor allem auch mehr als strittige Entscheidungen der Unparteiischen, die eine Überraschung und einen Punktgewinn verhinderten. Zudem verlor die HGHB kurz vor dem Ende Arne Schneider, der sich die Achillessehne riss, sodass diese Niederlage doppelt weh tut. Sportlich begann die Partie ausgeglichen (4:4, 7. Minute), bevor sich zunächst die HGHB auf 7:4 absetzte, wenig später aber den erneuten Ausgleich hinnehmen musste. In der Folge gingen dann die Gäste mit zwei Toren in Front, aber die Barmbeker blieben dran, sodass die Seiten beim Stand von 14:16 gewechselt wurden. Im zweiten Durchgang blieb es weiterhin knapp, doch eine Viertelstunde vor dem Ende erhöhte Schwerin auf 25:21. Die Hausherren kämpften sich allerdings wieder bis auf 25:26 heran, bevor zwei zweifelhafte Zeitstrafen die Aufholjagd unterbrachen und die Stiere die doppelte Überzahl nutzten, um wieder auf 30:26 zu erhöhen. Beim 28:33 schien die Partie vier Minuten vor dem Ende entschieden, doch die HGHB versuchte mit einer Manndeckung noch einmal alles, wurde belohnt und kam bis auf 32:33 heran. Erst als ein Barmbeker Einwurf den Gästen zugesprochen wurde, fiel mit dem 34:32 die Entscheidung, der die HGHB nur noch das 33. Tor entgegensetzen konnte, bevor die Stiere mit dem Schlusspfiff den 35:33-Endstand erzielten.

Gegen die Mecklenburger Stiere begann das Spiel ausgeglichen und blieb über die gesamte Spielzeit eine knappe und spannende Partie auf Augenhöhe. Die HGHB legte zunächst ein bis zwei Treffer vor und die Gäste zogen nach, sodass sich bis zum 4:4 nach sieben Minuten keine Mannschaft einen Vorteil verschaffen konnte. Dann brachten Timon Kaminski mit zwei Toren und Timo Kretzschmar ihr Team mit 7:4 in Front (10.), doch zwei Fehlpässe führten zu Gegenstößen und dem erneuten Ausgleich nach elf Minuten. In der Folge legte Barmbek zwar das 8:7 vor, musste die Stiere danach aber auf 11:9 vorbeiziehen lassen. Nach 20 Minuten erhöhte der Tabellendritte auf 13:10, doch die Hausherren glichen mit drei Toren in Folge wieder aus, bevor den Gästen drei Treffer in Serie gelangen und es 13:16 stand. Bis zur Pause war Barmbek dann noch einmal erfolgreich und beim Stand von 14:16 ging es in die Kabinen.

Auch in der zweiten Halbzeit blieb die Partie knapp und es waren vor allem die Angriffsreihen beider Teams, die die Akzente setzten. So blieb es für Barmbek bei ein bis drei Toren Rückstand und über 18:19 (37.) stand es nach 40 Minuten 21:23. Eine Viertelstunde vor dem Schlusspfiff erhöhten die Stiere dann auf 25:21, doch die HGHB steigerte sich und kam wieder bis auf 25:26 heran (49.). In dieser Phase waren die Barmbeker auf dem besten Weg, die Partie zu drehen, doch leider verließen die insgesamt schwachen Schiedsrichter ihre kaum vorhandene Linie nun komplett und durch zwei nicht nachvollziehbare Zeitstrafen wurde der Lauf unterbrochen und Schwerin nutzte die doppelte Überzahl, um wieder bis auf 30:26 davonzuziehen (52.). Beim Stand von 28:33 nach 55 Minuten verlor die HGHB dann auch noch Arne Schneider, der sich ohne Fremdeinwirkung die Achillessehne riss und seinem Team lange fehlen wird. Trotzdem gab sich der Aufsteiger nicht auf, versuchte mit einer offenen Manndeckung noch einmal alles und wurde mit vielen Ballgewinnen zunächst dafür belohnt. So gelangen Barmbek vier Tore in Folge und zwei Minuten vor dem Ende war wieder alles drin. Doch ein angeblicher Schrittfehler sowie ein Einwurf, der den Stieren zugesprochen obwohl der Ball nach einer Parade von Gerald Dobratz von einem Schweriner ins Aus gelenkt wurde, ermöglichten den Stieren mit dem 34:32 die Vorentscheidung. Dennis Tretow konnte zwar noch auf 33:34 verkürzen, doch mit dem Schlusspfiff erzielten die Gäste den 35:33-Endstand. Sicher kein unverdienter Sieg für Schwerin, allerdings blieb für die HGHB ein mehr als fader Beigeschmack.

„Meine Mannschaft hat  gekämpft und alles gegeben, aber wurde leider nicht belohnt. Natürlich haben wir Fehler gemacht, aber zu einem Spiel gehören immer zwei Mannschaften. Die zweite Welle der Schweriner konnten wir heute nicht wie besprochen verteidigen. Wir haben Schwerin trotzdem alles abverlangt und hatten sogar die große Chance auf einen Punktgewinn. Schiedsrichterleistungen bewerte ich eigentlich nicht, aber nachdem ich eine Nacht darüber geschlafen und das Video gesehen habe, hatte ich schon wieder einen gesundheitsgefährdenden Puls. Mehr möchte ich zu dieser Leistung nicht sagen. Weiter geht’s, das nächste Video vom kommenden Gegner Springe analysieren, trainieren und Samstag ab nach Springe“, so HGHB-Coach Holger Bockelmann.

Tor: Florian Knust (ein gehaltener Siebenmeter), Gerald Dobratz (ein gehaltener Siebenmeter)

Feld: Christoph Wischniewski (12/7), Dennis Tretow (5), Timon Kaminski (5), Henning Mauer (2), Timo Kretzschmar (2), Martin Laursen (2), Per-Jonas Becker (1), Robin Morgner (1), Arne Schneider (1), Rune Hanisch (1), Finn Maciejewski (1) Moritz Hesse