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HC Empor Rostock vs. HG Hamburg-Barmbek 22:22 (13:9)

HG Hamburg-Barmbek teilt die Punkte in Rostock

Die HG Hamburg-Barmbek hat beim HC Empor Rostock mit 22:22 (9:13) unentschieden gespielt. Barmbek hätte die Partie zwar gewinnen, am Ende aber auch verlieren können, sodass wohl beide Teams mit diesem Ergebnis leben können. Nach ausgeglichenem Beginn (6:6, 15. Minute) verlief auch der Rest der ersten Hälfte auf Augenhöhe, allerdings führten in den letzten zehn Minuten viele Fehler der Gäste zu einem 2:5-Lauf und 9:13-Halbzeitrückstand. Im zweiten Durchgang gelang der HGHB dann bis zur 45. Minute ein 9:2-Lauf und sie brachte sich damit mit 18:15 in Front. Rostock kam allerdings wieder auf 18:18 heran (50.) und glich auch die nächsten Führungen der Gäste umgehend aus. Die einzige Führung der Hausherren in der Schlussphase egalisierte dann die HGHB, bevor in den letzten zweieinhalb Minuten kein Treffer mehr fiel. Florian Knust parierte dabei zehn Sekunden vor dem Ende noch einen Siebenmeter und der vermeintliche Barmbeker Siegtreffer mit der Sirene wurde erst gegeben, dann aber doch wieder zurückgenommen.

Beim HC Empor Rostock musste die HGHB auf Dennis Tretow sowie Tim Siebert, Jacek Tomala, Nico Dehling und Lennard Danielsen verzichten. Trotzdem war der Aufsteiger beim Absteiger sofort im Spiel und bis zum 3:3 nach zehn Minuten und 6:6 nach einer Viertelstunde konnte sich keine Mannschaft einen Vorteil verschaffen. Auf Barmbeker Seite verhinderten das bis zu diesem Zeitpunkt gleich fünf technische Fehler, während die Defensive relativ sicher stand und einige Gegentreffer etwas unglücklich hinnehmen musste. Bis zum 8:9 (23.) blieb das Spiel knapp, bevor weitere Ballverluste sowie zwei vergebene Siebenmeter dazu führten, dass die Hausherren auf 11:8 erhöhten (27.). Da Barmbek in den letzten zehn Minuten der ersten Hälfte nur zwei Treffer erzielte und ein weiterer Fehler Rostock kurz vor der Pause noch einen Gegenstoß ermöglichte, gingen die Hamburger mit einem 9:13-Rückstand in die Kabine.

In den zweiten 30 Minuten bot sich dann lange ein ganz anderes Bild: Die Abwehr der HGHB stand nun noch sicherer, hatte in Florian Knust und Gerald Dobratz einen guten Rückhalt im Tor und stellte die Offensive der Gastgeber, egal ob mit sechs oder oft sieben Feldspielern, vor große Probleme. Da nun auch viele Fehler abgestellt wurden, kam Barmbek schnell zum 14:14-Ausgleich (40.) und setzte seinen 9:2-Lauf bis zur 45. Minute und dem Stand von 18:15 fort. Erst eine erneute Unterzahl brachte die Hausherren wieder ins Spiel und beim 18:18 war zehn Minuten vor dem Ende wieder alles offen. Trotz dieses knappen Spielstands in diesem wichtigen Spiel bewarb sich die HGHB dann für den ‚Fairplay-Pokal‘ und sagte den Schiedsrichtern, die einen Pfostentreffer gesehen hatten, dass der Ball vom Gestänge im Tor zurücksprang und nahm damit den erneuten Ausgleich zum 19:19 hin. Auch die nächsten Barmbeker Tore konnte Rostock wieder ausgleichen und in der 57. Minute sogar mit 22:21 in Front gehen. Aber die HGHB hatte die passende Antwort, bevor die letzten Minuten auch ohne Tore an Spannung kaum zu überbieten waren: Barmbek verpasste die erneute Führung und kassierte zehn Sekunden vor dem Schlusspfiff einen Siebenmeter. Doch Florian Knust parierte seinen insgesamt dritten Strafwurf, die HGHB kam noch einmal in Ballbesitz und erzielte mit der Schlusssirene den vermeintlichen Siegtreffer, der erst gegeben wurde und schon an der Anzeigetafel stand, dann aber doch noch zurückgenommen wurde.

„Mit unserer Defensive bin ich sehr zufrieden. Leider haben wir gegen Robin Breitenfeldt einige Fehler gemacht, aber unsere 6:0-Deckung und unsere Keeper sind definitiv in der Liga angekommen. Nun müssen die Ballgewinne in der ersten und zweiten Welle noch effektiver genutzt werden. Die Integration von Martin Laursen trägt langsam Früchte und in Rostock haben wir gezeigt, was eine zweite Welle mit seinen Allrounder-Qualitäten bewirken kann. Durch Birdys Ausfall mussten wir taktisch umstellen, aber meine Mannschaft hat das vor allem nach der Pause gegen die sehr offensive 5:1-Deckung der Rostocker gut gelöst. Die Zeitstrafe nach unserem 9:2-Lauf und der Drei-Tore-Führung brachte Rostock leider wieder ins Spiel. Die spannende Schlussminute mit dem gehaltenen Strafwurf von Florian Knust und unserem vermeintlichen Siegtreffer mit dem Schlusspfiff war ein Wechselbad der Gefühle. Letztendlich ist die Punkteteilung aber das gerechte Ergebnis der Partie“, so HGHB-Coach Holger Bockelmann.

Tor: Florian Knust (drei gehaltene Siebenmeter), Gerald Dobratz

Feld: Christoph Wischniewski (7/1), Arne Schneider (5/2), Timon Kaminski (4), Robin Morgner (3), Henning Mauer (1), Timo Kretzschmar (1), Martin Laursen (1), Per-Jonas Becker, Moritz Hesse, Rune Hanisch (n.e.), Jonas Deelmann (n.e.), Arnd Sasse (n.e.)