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Barmbek zum letzten Liga-Spiel zu Gast in Burgdorf – Entscheidung mit fadem Beigeschmack

Am kommenden Samstag, 5. Mai, muss die HG Hamburg-Barmbek um 19.00 Uhr zu ihrem letzten Liga-Spiel der Saison bei der TSV Burgdorf 2 antreten. Nach momentanem Sachstand benötigt die HGHB dabei einen Punkt weniger, als der VfL Fredenbeck in seinem Heimspiel gegen den Meister HSV Hamburg holt, um auf dem Relegationsplatz zu bleiben.

Bezüglich des Verfahrens wegen des fehlenden Doppelspielrechts eines Rostocker Spielers hat der DHB nun nach ca. drei Wochen festgestellt, dass der Antrag angeblich rechtzeitig gestellt wurde, das Doppelspielrecht allerdings nicht im Pass eingetragen wurde. Dass dieser Fehler dann während der gesamten Hinrunde keinem Verantwortlichen beim HC oder sonst irgendwo aufgefallen sein soll und erst nach dieser langen Zeit anstatt sofort ein entsprechender Antrag auftaucht, ist allerdings nur schwer zu glauben. Daher kochen verständlicherweise Gerüchte hoch, nach denen der entsprechende Antrag nun lediglich in den April 2017 zurückdatiert wurde, was sich aufgrund von glaubwürdigen, aber anonymen Hinweisen wohl nur schwer beweisen lässt. Sollte an diesen Gerüchten aber etwas dran sein und sich das auch beweisen lassen, wäre der Schaden für den Handball natürlich immens und es hätte vermutlich noch weitreichende Konsequenzen. Dann wäre in dieser Geschichte das letzte Wort auch noch nicht gesprochen und sollte es demnach doch noch zu einem Punktabzug für Rostock kommen, müsste die HGHB im letzten Spiel genauso viele Punkte wie der VfL Fredenbeck holen, um die Klasse direkt zu halten. Zudem hätte der VfL dann selbst noch die Chance auf den direkten Klassenerhalt, bzw. die Relegation sicher, während Rostock als Letzter absteigen würde.

Rein sportlich werden die Barmbeker aber unabhängig von all dem auch im letzten Liga-Spiel noch einmal alles geben, um sich mit einem Erfolg zunächst den Relegationsplatz aus eigener Kraft zu sichern. Wie schwer diese Aufgabe gegen den Tabellenfünften wird, für den sich mit 30:24 Punkten weder nach oben noch nach unten noch etwas verändern kann, lässt sich noch nicht mit Gewissheit sagen. Denn die Profi-Mannschaft spielt in Hamburg fast zeitgleich gegen die HSG Wetzlar um den Einzug ins DHB-Pokalfinale und eventuell macht sich auch der eine oder andere Spieler des Nachwuchses mit auf den Weg in die Hansestadt. Im Erweiterungskader der Profis stehen in Maurice Dräger (109 Tore), Niklas Diebel (79), Hannes Feise (96), Jannes Krone (60) und Vincent Büchner (44) beispielsweise gleich fünf der sieben Haupttorschützen, die um Lars Hoffmann (94) und Malte Donker (86) ergänzt werden.

Doch egal, welches mit Sicherheit schlagkräftige Team die Mannschaft von Trainer Heidmar Felixson am Ende auf die Platte schickt, das letzte Spiel will jeder gewinnen. Dass die HGHB aber auch gegen Teams aus der oberen Tabellenhälfte auf Augenhöhe spielen kann, hat sie oft genug bewiesen.  Wenn auch diesmal die Abwehr sicher steht, mit Tempo aber ohne zu viel Risiko nach vorne gespielt wird und die Chancen konsequent genutzt werden, kann Barmbek die Saison sicher mit einem Sieg beenden. Der wäre voraussichtlich eine optimale Generalprobe, für das erste Relegations-Hinspiel, dass schon am kommenden Donnerstag, 10. Mai, um 15.00 Uhr in der Sporthalle Wandsbek gegen den 14. der Staffel West ausgetragen werden würde.