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Trotz Schiedsrichterleistung bleibt Barmbek II auf dem 2. Platz der HH-Liga

Ein Handballspiel zum ‚Abgewöhnen‘ lieferten sich die HG Hamb. Barmbek II und die Gäste des HT Norderstedt I

Der geneigte Leser wird aufhorchen und denken: “ oha – was war den da mit den Spielern los?“

Die Antwort: – Nichts-

Kommentar der Spieler von HT Norderstedt nach dem Abpfiff:  „Da wollen wir uns heute mal lieber nicht beschweren.“

Also was war geschehen?

Kurz gesagt, die Heimmannschaft der Barmbeker wurde mit 15 x 2 Minuten Zeitstrafen und 2 Disqualifikationen um jede faire Gewinnchance gebracht.

Nach gutem Start der Gästemannschaft verläuft das Spiel in der 1. Halbzeit noch im normalen Rahmen.

Kurz vor der Halbzeitpause stellen die Barmbeker ihre Deckungsformation um, indem sie den guten RR von Norderstedt offensiv abdecken und zusätzlich den LA in Pressdeckung nehmen. Ab diesem Zeitpunkt läuft bei HT Norderstedt nicht mehr viel zusammen. Die Barmbeker verkürzen noch vor der Halbzeit von 9:15 auf 12:16.

Nach der Pause knüpft Barmbek an die taktische Maßnahme an und verkürzt erstmalig in Minute 35 auf 16:18. Die Gästemannschaft fand weiterhin keine Lösung für die taktische Maßnahme der Barmbeker. Sie spielen den Ball von links nach rechts, Ihnen unterlaufen viele Schrittfehler und sie werfen aus ungünstigen Positionen auf das Tor der Barmbeker.

Das Spiel scheint endgültig zu Gunsten der Barmbeker zu kippen.

Zur Verwunderung und Überraschung aller griffen ab diesem Zeitpunkt die Schiedsrichter immer mehr mit fragwürdigen Entscheidungen ins Spielgeschehen ein.

Die Barmbeker spielten plötzlich nur noch in mehrfacher Unterzahl. Es hagelt 2 Minuten Zeitstrafen wegen Foulspiel im Abwehrbereich der Heimmannschaft und auch 2 x  wegen meckern.

Dieser Umstand sorgte dafür, dass die Barmbeker in den verbleibenden 25 Minuten nie vollzählig auf dem Spielfeld standen und nie näher als bis auf 2 Tore an die Gästemannschaft heran kamen.

Auch mit 3 Abwehrspielern gelang es den Barmbekern ein Gegentor gegen 6 Angreifer der Norderstedter zu verhindern. Allerdings befanden sich dann in der nächsten Abwehrphase die Barmbeker nur noch mit 2 Abwehrspielern auf dem Spielfeld und endlich gelang es der Gästemannschaft ihren Vorsprung wieder auf 20:23 auszubauen.

Am Ende des Spiels wurden die Coaches der beiden Mannschaften durch die Schiedsrichter von der „Technischen Nachbesprechung“ fern gehalten. Man blieb lieber unter sich.

Dennoch bleiben einige Aussagen der Schiedsrichter im Raum hängen:

Zitat:  „Du hast doch selber Schuld, wenn du deine Mannschaft so aggressiv aufstellst !

Immer waren deine Abwehrspieler zu zweit am Angreifer dran.“

Auf Nachfrage, wie die Schiedsrichter sich den Umstand erklären, dass eine Mannschaft die in der gesamten Hinrunde mit durchschnittlich 4 Zeitstrafen pro Spiel belegt wurde, plötzlich 15 Zeitstrafen erhalten kann, erfolgte die lapidare Aussage;  Zitat: „Dann hatten wir wohl heute einfach einen schlechten Tag“

Damit geht dieses Spiel als eines von vielen Spielen mit besonderen Anekdoten, Sprüchen und Emotionen in den rauen Alltag des Amateurhandballs ein.

In der nächsten Woche werden sich die Barmbeker bei den Kiezhandballern wieder konzentriert den 2. Tabellenplatz über die Winterpause sichern.

An dieser Stelle Glückwunsch an die Mannschaft des TV Fischbek, die parallel durch einen Sieg gegen Halstenbek einen großen Schritt in Richtung Meisterschaft vollziehen konnten.

Tor: Chr. Lamprecht, S. Person

Feld: N.Junge (1); D. Frings (4); A. Bensel (3); L. Frank; A. Kornrumpf (4); J. Pipke (1); J. Redecker (2); Luca Fabrizio (3); M. Flessau (2); Y. Voß (3); H. Begerow (3)

Bank: Alfred Hötzsch; Janek Fisch